Mindestlohn betrifft uns alle

Information über die Auswirkungen des Mindestlohngesetzes auf den
Bezugspreis des Amtsblattes.


Sehr geehrte Abonnenten, wie Ihnen durch die Medien sicher bekannt ist,
hat der Gesetzgeber zum 1. Januar 2015 die Einführung eines branchenübergreifenden Mindestlohnes beschlossen.

Die Vergütung unserer Zustellerinnen und Zusteller wird ab 1. Januar 2015 den Vorschriften des Mindestlohngesetzes entsprechend erfolgen.
Die Folge hiervon ist leider, dass die Dienstleistung der Zustellung des Amtsblattes teurer wird und Anpassungen des Bezugspreises um die gestiegenen Zustellungs- und die damit verbundenen Verwaltungskosten unumgänglich sind.

In den Jahren 2015 bis 2017 wird deshalb jeweils zeitgleich mit dem Inkrafttreten der gestaffelten Löhne ein neuer Bezugspreis fällig.
Nachfolgend die Faktoren, die für die Kalkulation der Bezugspreiserhöhung ausschlaggebend sind:

  • Künftig wöchentliche (seither monatliche) Abrechnungen und Prüfungen der einzelnen Gebiete in Bezug auf Arbeitszeit (u.a. wetterabhängig)

  • Ggf. Neueinstellungen von Austrägern, da u. U. Gebiete verkleinert werden müssen, um die 450-Euro-Grenze nicht zu überschreiten

  • Zusätzliche Austräger bei kostenlosen Vollverteilungen– vor allem in Orten mit wenigen Abonnenten.

  • Wöchentliche Prüfung der Altersüberschreitung (18 Jahre)

  • Durch Dokumentationspflicht wöchentliche Prüfung der Beginn- und Endzeiten durch die Austräger bzw. Rückfragen bei fehlenden Angaben

  • Wöchentlicher Abgleich der Zeiten laut Vorgabe durch Systemerrechnung und Zustellermeldungen

  • Kauf eines Programmes zur Erfassung der An- und Abmeldezeiten durch die Austräger mit Telefonkosten (für Zusteller kostenfrei)

  • Kauf eines Zusatzprogrammes zur Berechnung der Wegstrecke, Steckzeiten, Schwierigkeitsgrad usw.

  • Mehrkosten durch Personalaufstockung in einer zentralen Prüfstelle

  • Mehrkosten durch höhere Sozialversicherungsbeiträge

  • Deutliche Mehrkosten BG (Berufsgenossenschaft)

  • Mehrkosten durch unterschiedliche Abrechnungsmodelle (Altersgrenze)

  • Berücksichtigung ständig wechselnder Berechnungsgrundlagen bei Vertretung durch Urlaub oder Krankheit

  • Die Kosten unserer Fahrdienste (Fremdfirmen) sind durch den Mindestlohn ebenso gestiegen.

Der Gesetzgeber hat uns verpflichtet, auch bei unseren Dienstleistern die Zahlung des Mindestlohnes zu fordern. Trotz aller oben erwähnten zusätzlichen Kosten, werden und können wir auch in Zukunft nicht nur Jugendliche einstellen, um die Kosten möglichst gering zu halten.
Gerne würden wir den Abonnenten eine Bezugspreiserhöhung ersparen. Jedoch haben wir keine Möglichkeit, eine solche Kostensteigerung durch Einsparungen an anderer Stelle zu kompensieren. Für diese unvermeidbare Maßnahme bitten wir um Ihr Verständnis und hoffen, dass Sie uns auch weiterhin als Bezieher des Amtsblattes treu bleiben werden.

Erklärung zum Download als PDF.